Seniorengemeinschaft Herz-Jesu radelte durch die Schöppinger Berge

Herrlicher Sonnenschein begleitete über 20 Radlerinnen und Radler Dienstag dieser Woche bei einer kombinierten Auto-/Radtour durch die Schöppinger Berge, von der Seniorengemeinschaft Herz-Jesu organisiert.

Mit den PKWs (und den Rädern) fuhren die Teilnehmer zunächst zur Kreisstadt Steinfurt. Auf der asphaltierten, kreuzungsfreien und vorfahrtsberechtigten ehemaligen Bahntrasse Burgsteinfurt nach Borken, dem Triangel-Radweg, ging es nunmehr mit den Rädern bis nach Metelen. Von hier aus führte der Weg rechts und links der Vechte flussaufwärts, bis kurz vor Schöppingen, wo ein steiler Anstieg zur Baumberge-Gemeinde zu bewältigen war. Wie wohltuend und erfrischend wirkte da ein Münsterländer Aperitif, mit dem die leicht schwitzenden Radfahrgäste von der Feinbrennerei Sasse willkommen geheißen wurden. 

Und angenehm kühl war es auch in der alten Pfarrkirche St. Brictius. Im Jahre 805 wurde dieses Gotteshaus von Liudger, dem ersten Bischof von Münster, geweiht. Erwähnt wurde es auch in der Kaiserurkunde von 838, in der Kaiser Ludwig der Fromme die Kirchen zu Rheine, Wettringen und Schöppingen dem Kloster Herford schenkte. Und damit hatte Herr Pastor Thomas Diedershagen, der „Hausherr der St. Brictius Kirche“, die Verbindung von den Radlern aus Rheine zu seiner Gemeinde geschlagen. In den weiteren Ausführungen informierte er über die Geschichte der heute denkmalgeschützten Kirche. Mittelpunkt der Besichtigung bildeten jedoch die Erklärungen zum „Schöppinger Altar“, ein spätgotisches Bild des sogenannten Meisters von Schöppingen (um 1455), ein klappbarer Altaraufsatz mit drei Tafeln, welche Szenen aus Leben und Passion Christi zeigen. Die Teilnehmer bedankten sich zum Schluss für die fachkundigen und jederzeit spannenden Darlegungen des Geistlichen.

In einem gemütlichen Restaurant im Ortskern von Schöppingen ließen sich die Radlerinnen und Radler dann die Mittagsmahlzeit gut schmecken. Der Blick nach draußen ging dabei immer auf das historische „Alte Rathaus“. Der Rückweg am Nachmittag führte überwiegend bergab zunächst zur Gemeinde Eggerode, dem bekannten Wallfahrtsort. Schließlich erreichte die Gruppe bei Horstmar den Bahntrassen-Radweg der ehemaligen Strecke Coesfeld / Rheine, die RadBahn Münsterland und nutzte diesen für die Rückfahrt zum Burgsteinfurter Bahnhof.

„Das war ein interessanter abwechslungsreicher Tag. Gerade hier im Münsterland gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten und attraktive Anziehungspunkten“, so eine Teilnehmerin abschließend und bedankte sich gleichzeitig für die gesamte Gruppe beim Orga-Team. 

Das Foto zeigt die Teilnehmer vor dem Eingangsportal der St. Brictius-Kirche.