Danke, Anna Held und Tobias Plien!

Abschied mit Dankbarkeit und Wehmut: Sankt Antonius verabschiedet Tobias Plien und Anna Held

Ein besonderer Gottesdienst, viele bewegende Worte und ein gemeinsames Fest: Am vergangenen Sonntag hat die Pfarrei Sankt Antonius Rheine ihre beiden langjährigen Pastoralreferenten Tobias Plien und Anna Held verabschiedet. Die Marienkirche war bis auf den letzten Platz gefüllt – viele Menschen mussten sogar stehen –, um gemeinsam Danke zu sagen für viele Jahre engagierter, leidenschaftlicher und geisterfüllter Arbeit in der Pastoral.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Musikgruppe Mosaik und dem Cantemus-Chor gestaltet. Mit ihren Beiträgen verliehen sie dem Abschied eine besondere Atmosphäre und machten spürbar, welche Kraft Musik im Gottesdienst entfalten kann. Tobias Plien betonte in seinen persönlichen Worten, dass es der Musik oft gelingt, liturgisches und geistliches Tun am Altar zu verstärken und Menschen auf besondere Weise mitzunehmen. Gerade diese Verbindung von Musik, Glauben und Gemeinschaft habe er in den vergangenen Jahren immer wieder als besonders wertvoll erlebt.

Zwei Menschen, die die Pfarrei geprägt haben

Nach 20 Jahren in Sankt Antonius verabschiedet sich Tobias Plien aus der Gemeindearbeit. Er wechselt als Schulseelsorger an das Arnold-Janssen-Gymnasium. Anna Held geht nach 40 Jahren als Pastoralreferentin in den Ruhestand. Ganz aus Sankt Antonius verabschiedet sie sich jedoch nicht: Mit einem kleinen Stundenkontingent wird sie die Pfarrei weiterhin unterstützen.

Beide haben die Pastoral in Sankt Antonius über viele Jahre entscheidend mitgestaltet. Sie waren für viele Menschen verlässliche Ansprechpartner, Begleiterinnen und Begleiter in unterschiedlichen Lebenssituationen und haben durch ihre offene, wertschätzende und zugewandte Art zahlreiche Begegnungen geprägt.

„Gesehen und getragen“ – Gedanken von Anna Held

In ihrer Predigt stellte Anna Held die biblische Frau Hagar in den Mittelpunkt – eine Person, die oft übersehen wird und dennoch eine wichtige Botschaft trägt: Gott sieht den Menschen und schenkt ihm Würde.

Diese Erfahrung verbindet Anna Held mit ihrem eigenen pastoralen Weg. Seit ihrer Ausbildung begleitet sie der Satz: „Seid stets bereit, jedem und jeder Rede und Antwort zu stehen, der und die nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ Dabei gehe es nicht nur um Wissen, sondern vor allem um Hoffnung, Vertrauen und darum, miteinander verbunden zu bleiben.

Dankbar blickte sie auf viele Begegnungen zurück: auf Menschen, von denen sie lernen durfte und die sie begleiten konnte. Zugleich sprach sie auch von Wehmut und davon, dass Rückblicke immer auch die eigenen Grenzen sichtbar machen.

„Menschen tragen durch schwere und schöne Zeiten“

Auch Tobias Plien blickte dankbar auf seine 20 Jahre in Sankt Antonius zurück. Mit Humor erzählte er, dass er viele Geschichten aus dieser Zeit erzählen könnte – von traurigen und von sehr schönen Momenten –, dafür aber ein Gottesdienst nicht ausreiche.

Besonders dankte er den Menschen, die ihn in einer schweren gesundheitlichen Krise zu Beginn des Jahres getragen haben: seiner Familie, seinen Freunden und vielen Wegbegleitern.

Sein Dank galt ebenso den Kolleginnen und Kollegen, den Mitarbeitenden und besonders den Ehrenamtlichen der Pfarrei. „Ohne diese Menschen geht es nicht in der Kirche“, betonte er und würdigte das Engagement vieler Menschen, die ihre Taufberufung leben.

Dank und Wertschätzung im Gottesdienst

Auch aus den Gremien der Pfarrei gab es persönliche Worte des Dankes und der Wertschätzung. Kathrin Höffgen vom Pfarreirat und Agnes Brinker vom Kirchenvorstand würdigten das langjährige Wirken von Tobias Plien und Anna Held und blickten auf die vielen Spuren zurück, die beide in Sankt Antonius hinterlassen haben.

Sie machten deutlich, wie sehr die beiden Pastoralreferenten die Gemeinde geprägt haben: durch ihre Nähe zu den Menschen, ihre Bereitschaft zum Zuhören und ihre engagierte Begleitung in den unterschiedlichsten Situationen des Lebens.

Ein Fest der Begegnung

Nach dem Gottesdienst blieb die Gemeinde noch zusammen. Bei einem gemeinsamen Fest gab es Gelegenheit für persönliche Begegnungen, Gespräche und viele Dankesworte.

Sankt Antonius sagt Danke für zwei Menschen, die mit großer Leidenschaft, Kreativität und einem offenen Herzen für die Menschen gewirkt haben. Ihre Spuren bleiben in der Pfarrei sichtbar – in den Begegnungen, den Geschichten und in den vielen Menschen, deren Leben sie ein Stück begleitet haben.